"Wolfauslassen" hat Tradition in Bodenmais

25.09.2014

Am Abend vor Martini, dem 11. November, hallt das Läuten von unzähligen Kuhglocken durch den Bayerischen Wald.
Bis heute hat sich der Brauch des Wolfauslassens oder – austreibens
in Bodenmais gehalten. Seinen Ursprung hat er im Heimtreiben
der Tiere durch die Hirten.
Diese nahmen sich anschließend die Glocken des Viehs, die sonst die wilden Tiere vertreiben sollten und lärmten mit ihnen durch den Ort.
So feierten Sie mit den Glocken das gute Hirtenjahr und den Erhalt ihres Lohns.
Heute noch ziehen die Burschen mit großen Glocken von Haus zu Haus,
lärmen, sagen kleine Reime auf und bekommen zum Dank, kleine Geschenke für ihr erfolgreiches Wolfaustreiben.

Am 11.11. um ca. 21.00 Uhr hören Sie die Wolfauslasser auch im Hotel Waldeck, bevor Sie den Marsch zur Kuhbrücke antreten, dort treffen sich 4 Wölfe der Gemeinde und versuchen die einzelnen Wölfe der anderen durch langanhaltendes Läuten zu übertreffen.
Die Hüter des jeweiligen Wolfes spornen Ihre Leute zu immer größeren Höchstleistungen an.